Thesen · Entwicklungszeit statt Funktionsumfang
Wer mitten in der Entwicklung die Prioritäten ändert, plant nicht schlecht. Er hat etwas gelernt.
Im Wochenmodell dürfen neue Erkenntnisse die Prioritäten verschieben. Wird eine bessere Richtung sichtbar, wird sofort reagiert.
Das ist kein Mangel an Planung: Viele Produktinformationen entstehen erst während der realen Entwicklung.
Ausführlich
PRODUKTENTWICKLUNG IM WOCHENMODELL
Aus dieser Logik ergibt sich das Wochenmodell. Die Zusammenarbeit beginnt nicht mit dem Versuch, einen langfristigen Funktionsumfang vollständig festzulegen. Sie beginnt mit einer konkreten Produktidee oder technischen Fragestellung und einem klar begrenzten Entwicklungszeitraum.
Vor der Entwicklungswoche
Wir klären, welche Fragestellung im aktuellen Zustand den größten Erkenntnis- oder Produktwert verspricht. Entscheidend ist nicht die längste Featureliste, sondern die Frage, deren technische Klärung die nächste unternehmerische Entscheidung verbessert.
Das kann ein zusammenhängender vertikaler Ausschnitt einer Anwendung sein, der Kern einer neuen Softwarearchitektur, ein anspruchsvolles Bedienkonzept, eine Simulation, eine visuelle Arbeitsumgebung oder ein erster vollständiger Produktkern.
Während der Entwicklungswoche
Es wird fokussiert entwickelt. Neue Erkenntnisse können die Priorisierung verändern. Wenn sich ein Ansatz als schwach erweist oder eine bessere Richtung sichtbar wird, kann darauf unmittelbar reagiert werden.
Diese Beweglichkeit ist kein Mangel an Planung. Sie ist eine bewusste Konsequenz daraus, dass relevante Produktinformationen erst während der realen Entwicklung entstehen können.
Am Ende der Entwicklungswoche
Es liegt der erreichte Entwicklungsstand vor. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob weiterentwickelt, vertieft, verändert oder beendet wird.
Gebucht wird Entwicklungszeit. Kein vorab definierter Funktionsumfang und kein bestimmter Werkerfolg.
EINE WOCHE · 4.900 € NETTO
Jede weitere Woche wird separat vereinbart. Eine automatische Fortsetzung besteht nicht.
PRODUKTENTWICKLUNG IM WOCHENMODELL →
Weitere Thesen
- Ein Festpreis für ein neues Produkt ist eine Wette darauf, dass man vorher weiß, was man erst beim Bauen lernt.
- Wer nach einem Softwareprojekt den Quellcode nicht besitzt, hat Software gemietet.
- Wer nur mehr Entwicklerstunden braucht, ist bei mir falsch.
- Kontext bilden, um die Ecke denken, Verbindungen sehen, die vorher niemand gesehen hat: Das ist der Hauptberuf eines Künstlers.
- Es heißt: Der Mensch entscheidet, die KI entwickelt. Dabei steht am Anfang keine Entscheidung, sondern eine Idee.
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- 40 Jahre Sackgassen sind kein Ballast. Mit KI werden sie zum Abkürzungsverzeichnis.
- Wer mit KI seine erste App baut, freut sich zu Recht. Wer 40 Jahre Produkte gebaut hat, baut damit etwas anderes.
- Die erste Generation der Softwareentwickler war Architekt eines ganzen Systems. Mit KI wird sie es wieder.
- Die eigentliche Revolution der KI ist nicht die Automatisierung. Es ist die Neubewertung dessen, was als menschliche Kompetenz gilt.
- Die Leitkompetenz der kommenden Jahre ist nicht, Lösungen zu produzieren. Es ist, Richtung zu geben.
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- Aus Überfluss entstehen neue Blickwinkel. Wer Varianten früh verbietet, verbietet die Idee, auf die er wartet.
- Mein informatisches Denken prägt meine Kunst. Meine Kunst prägt, wie ich Produkte entwickle.
- Ein Künstler mit 40 Jahren Softwareentwicklung ist kein Exot in der Produktentwicklung. Er ist das, was KI-Projekten gerade fehlt.
- Avantgarde ist der Moment, in dem eine neue Setzung auf eine Kultur trifft, die sie noch nicht kennt. Für Produkte ist dieser Moment jetzt.
- Jede erfolgreiche Avantgarde arbeitet an ihrer eigenen Auflösung. Euer heutiger Vorsprung ist morgen Standard.
- „Kunst ist Setzung“ habe ich vor fast 40 Jahren von meinem Kunstlehrer gelernt. Es ist der beste Satz über Produktentwicklung, den ich kenne.
- Viele Produktideen in Unternehmen sind nie gescheitert. Sie waren nur zu teuer, um sie auszuprobieren.
- Wer KI-Coding nur nutzt, um schneller zu programmieren, nutzt den kleineren Teil.
- Die längste Featureliste ist der schlechteste Start für ein neues Produkt.
- Ein Projekt, das nach einer Woche abgebrochen wird, kann das erfolgreichste des Jahres sein.
- Wenn Code billig wird, wird gutes Urteil teuer.
- Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Mit KI wird sie nur billiger.
- Bei neuen Produkten ist das Pflichtenheft eine aufwendige Form des Ratens.
- Meine Plattform ist mit KI entwickelt und enthält keine einzige KI-Funktion. Das ist kein Widerspruch.
- Qualität entsteht durch Auswahl, nicht durch die Zahl der Möglichkeiten. Das lerne ich in der Kunst.
- Ein Klick-Prototyp zeigt, wie ein Produkt aussehen könnte. Ob es funktioniert, zeigt er nicht.
- Geschwindigkeit allein macht kein gutes Produkt. Sie vergrößert nur die Zahl der Wege, auf denen man sich verlaufen kann.
- Wer jedes Problem mit derselben Technik löst, hat keine Technik. Er hat eine Gewohnheit.