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Thesen · Entwicklungszeit statt Funktionsumfang

Ein Festpreis für ein neues Produkt ist eine Wette darauf, dass man vorher weiß, was man erst beim Bauen lernt.

Ein Festpreis verlangt einen vollständig festgelegten Funktionsumfang. Bei neuen Produkten ist der aber genau das, was sich erst während der Entwicklung zeigt.

Ich verkaufe deshalb Entwicklungszeit: eine Woche, ohne vorab festgelegten Funktionsumfang, ohne automatische Fortsetzung.

Ausführlich

Was eine Entwicklungswoche leisten kann

Eine Entwicklungswoche ist keine Maßeinheit für eine feste Zahl von Funktionen. Softwareprodukte unterscheiden sich dafür zu stark in Komplexität, Ausgangslage und technischen Abhängigkeiten.

Bei geeigneten Aufgaben kann innerhalb kurzer Entwicklungszyklen jedoch bereits ein zusammenhängendes Anwendungssystem entstehen: mit realer Benutzeroberfläche, fachlicher Kernlogik, Datenmodell, Visualisierung und belastbarer technischer Struktur.

Bei komplexen Desktop-, Echtzeit- oder Visualisierungssystemen kann eine Woche einen vertikalen Ausschnitt hervorbringen, der nicht jede spätere Funktion enthält, aber genügend reale Architektur und Funktionalität besitzt, um zentrale Produktentscheidungen zu treffen.

Bei bereits gut verstandenen technischen Grundlagen kann der Umfang deutlich weiter reichen.

Bei Forschungs-, Integrations- oder Leistungsrisiken kann dagegen die Klärung eines einzelnen kritischen technischen Problems den größten wirtschaftlichen Wert besitzen.

Der Umfang ist nicht standardisiert. Der Anspruch schon: möglichst viel belastbare Produktrealität in möglichst kurzer Entwicklungszeit.

Was eine Entwicklungswoche leisten kann →

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