Thesen · Erfahrung × KI-Coding
Meine Plattform ist mit KI entwickelt und enthält keine einzige KI-Funktion. Das ist kein Widerspruch.
Mit KI zu entwickeln heißt nicht, dass das Produkt KI enthält.
Wo eine Anwendung selbst KI braucht, etwa für die Analyse von Bildern, Texten oder Daten, wird das eigens entwickelt und geprüft. Wo es keinen Nutzen bringt, bleibt es draußen.
Ausführlich
Referenzen
Impact4Exhibition – Ausstellungen planen und simulieren
Aufgabe: Ausstellungen sollten sich vollständig digital durchspielen lassen, bevor sie real aufgebaut werden – maßstabsgetreu und aus der Perspektive der Besucher.
Entwickelt: eine eigenständige Fachanwendung mit Grundriss-Editor, interaktiver 3D-Vorschau in Echtzeit, Licht- und Projektionsplanung, Materialien, Entwurfsassistent und Export als Videorundgang.
Leistung: Fachliches Vokabular – Hängung, Licht, Raumwirkung – ist in ein Datenmodell, eine Bedienlogik und eine Echtzeitvisualisierung übersetzt, die ohne komplexe Modellierung auskommt.
Für Auftraggeber: Dasselbe Muster trägt Planungssysteme, Konfiguratoren und digitale Modelle in anderen Branchen – überall dort, wo Varianten vor der realen Umsetzung sichtbar und vergleichbar werden sollen.
IMPACT4IMMERSIVE – Entwicklungsumgebung und Laufzeitsystem
Aufgabe: Medieninstallationen mit mehreren Bildschirmen und Projektoren, Sensorik und Dauerbetrieb sollten robuster und passgenauer entstehen als mit gängigen Game-Engines.
Entwickelt: eine Entwicklungsumgebung in C++, Qt und QML mit Code-Editor, Debugger, Node-Editor und integrierter KI für die Arbeit am Code – dazu ein getrenntes Laufzeitsystem für Mehrkanal-Ausgabe, Projektionsmapping, LiDAR-Sensorik und die Simulation von Zielumgebungen.
Leistung: eine eigene Produktfamilie aus Werkzeug und Laufzeit, im Museums- und Installationsbetrieb eingesetzt. Hier ist KI auch eine Funktion im Produkt – nicht nur Methode der Entwicklung.
Für Auftraggeber: Dieselben Bausteine – Echtzeit-2D und -3D, Geräteanbindung, verteilte Ausgabe, stabile Laufzeit, Werkzeuge für Fachleute – tragen auch Leitstände, technische Visualisierung oder interaktive Produktpräsentationen.
Die eigene Plattform – fünf Auftritte, sieben Sprachen
Aufgabe: Fünf Marken – CUBE4DEV, CUBE4TEC, CUBE4ARTS, CUBE4VIDEO und Unternehmeravantgarde – sollten aus einem gemeinsamen Bestand gepflegt, übersetzt und veröffentlicht werden, ohne klassisches CMS.
Entwickelt: eine Web-Plattform in TypeScript mit eigenem Datenschema, Online-Bearbeitung, sieben Sprachen, automatischen Prüfungen für Suchmaschinen, Barrierefreiheit und Ladezeit sowie automatischer Veröffentlichung in sozialen Netzen.
Leistung: Die Plattform ist KI-gestützt entwickelt und enthält im Betrieb keine KI. Methode und Produkt bleiben getrennt: Die KI beschleunigt die Entwicklung, das Ergebnis ist geprüfter, eigener Quellcode.
Für Auftraggeber: Mehrsprachige Web-Systeme, Redaktionsabläufe und Automatisierungen mit eigenen Prüfregeln sind typische Aufgaben in Unternehmen. Hier ist zu sehen, wie so etwas mit KI-gestützter Entwicklung entsteht.
Technische Details, Bilder und weitere Produkte stehen auf CUBE4TEC.
Weitere Thesen
- Wer KI-Coding nur nutzt, um schneller zu programmieren, nutzt den kleineren Teil.
- Wenn Code billig wird, wird gutes Urteil teuer.
- Geschwindigkeit allein macht kein gutes Produkt. Sie vergrößert nur die Zahl der Wege, auf denen man sich verlaufen kann.
- Kontext bilden, um die Ecke denken, Verbindungen sehen, die vorher niemand gesehen hat: Das ist der Hauptberuf eines Künstlers.
- Es heißt: Der Mensch entscheidet, die KI entwickelt. Dabei steht am Anfang keine Entscheidung, sondern eine Idee.
- Der Softwaremarkt steht Kopf. Wer nur programmieren kann, verliert gerade seinen Wert.
- Mini-Apps sind nicht die Revolution. Die Revolution ist, dass sich Enterprise-Software jetzt mit Produkterfahrung und KI bauen lässt.
- 40 Jahre Sackgassen sind kein Ballast. Mit KI werden sie zum Abkürzungsverzeichnis.
- Wer mit KI seine erste App baut, freut sich zu Recht. Wer 40 Jahre Produkte gebaut hat, baut damit etwas anderes.
- Die erste Generation der Softwareentwickler war Architekt eines ganzen Systems. Mit KI wird sie es wieder.
- Die eigentliche Revolution der KI ist nicht die Automatisierung. Es ist die Neubewertung dessen, was als menschliche Kompetenz gilt.
- Die Leitkompetenz der kommenden Jahre ist nicht, Lösungen zu produzieren. Es ist, Richtung zu geben.
- KI liefert Material, Varianten, Muster. Eine Position entsteht erst dort, wo jemand auswählt, Grenzen setzt und Bedeutung verantwortet.
- Aus Überfluss entstehen neue Blickwinkel. Wer Varianten früh verbietet, verbietet die Idee, auf die er wartet.
- Mein informatisches Denken prägt meine Kunst. Meine Kunst prägt, wie ich Produkte entwickle.
- Ein Künstler mit 40 Jahren Softwareentwicklung ist kein Exot in der Produktentwicklung. Er ist das, was KI-Projekten gerade fehlt.
- Avantgarde ist der Moment, in dem eine neue Setzung auf eine Kultur trifft, die sie noch nicht kennt. Für Produkte ist dieser Moment jetzt.
- Jede erfolgreiche Avantgarde arbeitet an ihrer eigenen Auflösung. Euer heutiger Vorsprung ist morgen Standard.
- „Kunst ist Setzung“ habe ich vor fast 40 Jahren von meinem Kunstlehrer gelernt. Es ist der beste Satz über Produktentwicklung, den ich kenne.
- Viele Produktideen in Unternehmen sind nie gescheitert. Sie waren nur zu teuer, um sie auszuprobieren.
- Ein Festpreis für ein neues Produkt ist eine Wette darauf, dass man vorher weiß, was man erst beim Bauen lernt.
- Die längste Featureliste ist der schlechteste Start für ein neues Produkt.
- Ein Projekt, das nach einer Woche abgebrochen wird, kann das erfolgreichste des Jahres sein.
- Wer nach einem Softwareprojekt den Quellcode nicht besitzt, hat Software gemietet.
- Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Mit KI wird sie nur billiger.
- Bei neuen Produkten ist das Pflichtenheft eine aufwendige Form des Ratens.
- Wer nur mehr Entwicklerstunden braucht, ist bei mir falsch.
- Qualität entsteht durch Auswahl, nicht durch die Zahl der Möglichkeiten. Das lerne ich in der Kunst.
- Ein Klick-Prototyp zeigt, wie ein Produkt aussehen könnte. Ob es funktioniert, zeigt er nicht.
- Wer mitten in der Entwicklung die Prioritäten ändert, plant nicht schlecht. Er hat etwas gelernt.
- Wer jedes Problem mit derselben Technik löst, hat keine Technik. Er hat eine Gewohnheit.