Thesen · Auswahl statt Menge
Wer jedes Problem mit derselben Technik löst, hat keine Technik. Er hat eine Gewohnheit.
Eine Desktop-Anwendung folgt anderen Regeln als ein Websystem, eine Echtzeitvisualisierung anderen als eine Fachanwendung.
Ich arbeite deshalb je nach Aufgabe mit C++, Qt, .NET oder TypeScript. Diese Bandbreite ist kein Leistungsmenü. Sie ist Voraussetzung.
Ausführlich
Technische Substanz
VON DESKTOP-SOFTWARE BIS ZU KOMPLEXEN VISUELLEN UND INTERAKTIVEN SYSTEMEN
Die technische Arbeit reicht von eigenständigen Desktop-Anwendungen und Softwareprodukten bis zu komplexen visuellen und interaktiven Systemen.
Dazu gehören unter anderem Editoren, Echtzeitsysteme, 2D- und 3D-Visualisierung, Simulation, generative Systeme, Computer Vision, Automatisierung und KI-Integration.
Zum Einsatz kommen je nach Aufgabe unter anderem C++, Qt, .NET, TypeScript und Web-Technologien.
Diese Bandbreite ist kein Leistungsmenü. Sie ist Voraussetzung dafür, unterschiedliche Produktideen technisch angemessen behandeln zu können.
Eine spezialisierte Desktop-Anwendung folgt anderen Regeln als ein Websystem. Eine Echtzeitvisualisierung braucht andere technische Entscheidungen als eine datengetriebene Fachanwendung. Ein früher Produktkern darf leichtgewichtig sein, während ein wachsendes Produkt eine belastbare Architektur benötigt.
Technologie ist Mittel. Die Aufgabe bestimmt die technische Form.
Weitere Thesen
- Die längste Featureliste ist der schlechteste Start für ein neues Produkt.
- Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Mit KI wird sie nur billiger.
- Qualität entsteht durch Auswahl, nicht durch die Zahl der Möglichkeiten. Das lerne ich in der Kunst.
- Kontext bilden, um die Ecke denken, Verbindungen sehen, die vorher niemand gesehen hat: Das ist der Hauptberuf eines Künstlers.
- Es heißt: Der Mensch entscheidet, die KI entwickelt. Dabei steht am Anfang keine Entscheidung, sondern eine Idee.
- Der Softwaremarkt steht Kopf. Wer nur programmieren kann, verliert gerade seinen Wert.
- Mini-Apps sind nicht die Revolution. Die Revolution ist, dass sich Enterprise-Software jetzt mit Produkterfahrung und KI bauen lässt.
- 40 Jahre Sackgassen sind kein Ballast. Mit KI werden sie zum Abkürzungsverzeichnis.
- Wer mit KI seine erste App baut, freut sich zu Recht. Wer 40 Jahre Produkte gebaut hat, baut damit etwas anderes.
- Die erste Generation der Softwareentwickler war Architekt eines ganzen Systems. Mit KI wird sie es wieder.
- Die eigentliche Revolution der KI ist nicht die Automatisierung. Es ist die Neubewertung dessen, was als menschliche Kompetenz gilt.
- Die Leitkompetenz der kommenden Jahre ist nicht, Lösungen zu produzieren. Es ist, Richtung zu geben.
- KI liefert Material, Varianten, Muster. Eine Position entsteht erst dort, wo jemand auswählt, Grenzen setzt und Bedeutung verantwortet.
- Aus Überfluss entstehen neue Blickwinkel. Wer Varianten früh verbietet, verbietet die Idee, auf die er wartet.
- Mein informatisches Denken prägt meine Kunst. Meine Kunst prägt, wie ich Produkte entwickle.
- Ein Künstler mit 40 Jahren Softwareentwicklung ist kein Exot in der Produktentwicklung. Er ist das, was KI-Projekten gerade fehlt.
- Avantgarde ist der Moment, in dem eine neue Setzung auf eine Kultur trifft, die sie noch nicht kennt. Für Produkte ist dieser Moment jetzt.
- Jede erfolgreiche Avantgarde arbeitet an ihrer eigenen Auflösung. Euer heutiger Vorsprung ist morgen Standard.
- „Kunst ist Setzung“ habe ich vor fast 40 Jahren von meinem Kunstlehrer gelernt. Es ist der beste Satz über Produktentwicklung, den ich kenne.
- Viele Produktideen in Unternehmen sind nie gescheitert. Sie waren nur zu teuer, um sie auszuprobieren.
- Wer KI-Coding nur nutzt, um schneller zu programmieren, nutzt den kleineren Teil.
- Ein Festpreis für ein neues Produkt ist eine Wette darauf, dass man vorher weiß, was man erst beim Bauen lernt.
- Ein Projekt, das nach einer Woche abgebrochen wird, kann das erfolgreichste des Jahres sein.
- Wenn Code billig wird, wird gutes Urteil teuer.
- Wer nach einem Softwareprojekt den Quellcode nicht besitzt, hat Software gemietet.
- Bei neuen Produkten ist das Pflichtenheft eine aufwendige Form des Ratens.
- Meine Plattform ist mit KI entwickelt und enthält keine einzige KI-Funktion. Das ist kein Widerspruch.
- Wer nur mehr Entwicklerstunden braucht, ist bei mir falsch.
- Ein Klick-Prototyp zeigt, wie ein Produkt aussehen könnte. Ob es funktioniert, zeigt er nicht.
- Geschwindigkeit allein macht kein gutes Produkt. Sie vergrößert nur die Zahl der Wege, auf denen man sich verlaufen kann.
- Wer mitten in der Entwicklung die Prioritäten ändert, plant nicht schlecht. Er hat etwas gelernt.