Thesen · Der Softwaremarkt steht Kopf
Mini-Apps sind nicht die Revolution. Die Revolution ist, dass sich Enterprise-Software jetzt mit Produkterfahrung und KI bauen lässt.
Viele freuen sich gerade über ihre erste kleine Anwendung. Zu Recht – aber die Möglichkeiten gehen inzwischen weit darüber hinaus. Ganze Fachanwendungen, Plattformen, Systeme, die bisher eingekauft wurden.
Der Beleg ist praktisch, nicht theoretisch: fünf Auftritte, sieben Sprachen, Online-Redaktion und Social-Media-Selbstlauf, in sieben Wochen gebaut. Eine Ausstellungsplanung in Echtzeit-3D. Eine Entwicklungsumgebung für Installationen in Museen.
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Weitere Thesen
- Der Softwaremarkt steht Kopf. Wer nur programmieren kann, verliert gerade seinen Wert.
- 40 Jahre Sackgassen sind kein Ballast. Mit KI werden sie zum Abkürzungsverzeichnis.
- Wer mit KI seine erste App baut, freut sich zu Recht. Wer 40 Jahre Produkte gebaut hat, baut damit etwas anderes.
- Die erste Generation der Softwareentwickler war Architekt eines ganzen Systems. Mit KI wird sie es wieder.
- Kontext bilden, um die Ecke denken, Verbindungen sehen, die vorher niemand gesehen hat: Das ist der Hauptberuf eines Künstlers.
- Es heißt: Der Mensch entscheidet, die KI entwickelt. Dabei steht am Anfang keine Entscheidung, sondern eine Idee.
- Die eigentliche Revolution der KI ist nicht die Automatisierung. Es ist die Neubewertung dessen, was als menschliche Kompetenz gilt.
- Die Leitkompetenz der kommenden Jahre ist nicht, Lösungen zu produzieren. Es ist, Richtung zu geben.
- KI liefert Material, Varianten, Muster. Eine Position entsteht erst dort, wo jemand auswählt, Grenzen setzt und Bedeutung verantwortet.
- Aus Überfluss entstehen neue Blickwinkel. Wer Varianten früh verbietet, verbietet die Idee, auf die er wartet.
- Mein informatisches Denken prägt meine Kunst. Meine Kunst prägt, wie ich Produkte entwickle.
- Ein Künstler mit 40 Jahren Softwareentwicklung ist kein Exot in der Produktentwicklung. Er ist das, was KI-Projekten gerade fehlt.
- Avantgarde ist der Moment, in dem eine neue Setzung auf eine Kultur trifft, die sie noch nicht kennt. Für Produkte ist dieser Moment jetzt.
- Jede erfolgreiche Avantgarde arbeitet an ihrer eigenen Auflösung. Euer heutiger Vorsprung ist morgen Standard.
- „Kunst ist Setzung“ habe ich vor fast 40 Jahren von meinem Kunstlehrer gelernt. Es ist der beste Satz über Produktentwicklung, den ich kenne.
- Viele Produktideen in Unternehmen sind nie gescheitert. Sie waren nur zu teuer, um sie auszuprobieren.
- Wer KI-Coding nur nutzt, um schneller zu programmieren, nutzt den kleineren Teil.
- Ein Festpreis für ein neues Produkt ist eine Wette darauf, dass man vorher weiß, was man erst beim Bauen lernt.
- Die längste Featureliste ist der schlechteste Start für ein neues Produkt.
- Ein Projekt, das nach einer Woche abgebrochen wird, kann das erfolgreichste des Jahres sein.
- Wenn Code billig wird, wird gutes Urteil teuer.
- Wer nach einem Softwareprojekt den Quellcode nicht besitzt, hat Software gemietet.
- Komplexität ist kein Qualitätsmerkmal. Mit KI wird sie nur billiger.
- Bei neuen Produkten ist das Pflichtenheft eine aufwendige Form des Ratens.
- Meine Plattform ist mit KI entwickelt und enthält keine einzige KI-Funktion. Das ist kein Widerspruch.
- Wer nur mehr Entwicklerstunden braucht, ist bei mir falsch.
- Qualität entsteht durch Auswahl, nicht durch die Zahl der Möglichkeiten. Das lerne ich in der Kunst.
- Ein Klick-Prototyp zeigt, wie ein Produkt aussehen könnte. Ob es funktioniert, zeigt er nicht.
- Geschwindigkeit allein macht kein gutes Produkt. Sie vergrößert nur die Zahl der Wege, auf denen man sich verlaufen kann.
- Wer mitten in der Entwicklung die Prioritäten ändert, plant nicht schlecht. Er hat etwas gelernt.
- Wer jedes Problem mit derselben Technik löst, hat keine Technik. Er hat eine Gewohnheit.